12 Pfoten, 6 Löffel und 3 Klopfer – Unsere Kaninchen

Heute stellen wir euch unsere 3 Zwergkaninchen vor.

Ihnen steht der ganze umzäunte Garten zur Verfügung, das sind ca. 5x9m, mit Wiese, Steinterrasse und Erdboden. Viel Platz, den sie tagsüber voll nutzen dürfen. Nachts hausen sie seit kurzen in einem Spitzdachstall mit zwei Häuschen, Stein- und Erdboden.

Der Dicke:

Er ist inzwischen ca. 4,5 Jahre alt und ich habe ihn aus einer Zoohandlung. Vor einigen Wochen wurde er von einem Marder angefallen und wie durch ein Wunder hat er überlebt! Wir hatten seine Schreie gehört und konnten rechtzeitig eingreifen. Allerdings hat er seitdem eine leichte halbseitige Lähmung – sein rechtes Ohr hängt runter und das rechte Auge reagiert nicht zu 100%, aber er ist wieder ganz der Alter und ihn stört das alles gar nicht :)

Der Dicke ist der Chef der Kaninchenbande, kastriert, aber trotzdem eben eine echte Führungspersönlichkeit. Er muss sich immer überall durchquetschen, egal wie schmal, flach oder klein das Loch oder der Gang ist, er muss da unbedingt durch!

Da ich ihn mit ca. 10 Wochen gekauft habe, ist er zutraulich, lässt sich streicheln und  schaut immer wieder an der offenen Terrassentür vorbei, um nach dem Rechten zu sehen, wie gesagt, er ist der Boss und muss die Meute in Schach halten.

Mausi:

Mausi habe ich von einem Züchter, sie ist eine reinrassige Farbenzwergin in schwarz, eine edle und stolze Dame mit einem interessanten Tattoo an einer Stelle, die sie nicht Preis geben möchte ;)

Sie ist 5,5 Jahre alt die kleinste der Dreien. Sie scheint in der Rangfolge am Ende zu stehen, doch es stellt sich bei ihr die Frage: Muss ich der Chef sein oder krieg ich auch so meine Karotten? Nun ja, sie weiß, jeder bekommt seinen Teil ab und Madame hat es einfach nicht nötig, sich zu streiten. Wohl erzogen und gesittet geht sie den Rangeleien ihrer Freunde aus dem Weg und frisst in Ruhe ihr amuse gueulle.

Sie möchte nicht an ihrem zarten Köpflein unsittlich betatscht werden, stattdessen stellt sie sich hartnäckig auf und zeigt, was sie will.

Tari:

Die Jüngste im Bunde. Mit ca. 4 Monaten haben wir sie aus dem Tierheim geholt, es war Liebe auf den 5. Blick. Wir liefen einige Male an ihrem Stall vorbei und die Mitarbeiterin schwärmte ununterbrochen über sie. Irgendwie hatten wir uns was anderes vorgestellt, eine andere Farbe, etwas jünger und kleiner. Aber dann sahen wir die Sache ganz nüchtern; Wildfarbene scheinen nicht allzu beliebt zu sein, sie war schon fast ausgewachsen und dazu auch noch ganz schön groß. Warum eigentlich nicht? Neben weiß und schwarz macht sich braun doch ganz gut und ihr Fell war und ist echt superweich!

Wir hatten uns für das richtige Kaninchen entschieden. Von Anfang an zeigte sie einen großen Bewegungsdrang und versuchte sofort, den Chefsessel einzunehmen. Schnell war klar, das es richtig war, sie zu uns zu nehmen, wo sie viel Platz zum Toben hat. Schon kurze Phasen im Käfig hielt sie kaum aus, biss ununterbrochen an den Gitterstäben und sie fand einfach keine Ruhe. In ihr steckt wohl fast ausschließlich Wildkaninchenblut!

Mittlerweile ist Tari 3 Jahre alt und versucht immer wieder, dem Chef den Platz streitig zu machen. Irgendwie klappts aber doch nicht so ganz. Sie muss immer überall drauf springen, egal ob Fensterbank, Pflanzenbank oder geöffnete Plastikaufbewahrungsbox, egal, Hauptsache drauf, oder im Falle der Plastikbox rein (da drin stand das Futter, yummy!). Gegessen wird alles, Schnittlauch, Rosen, uraltes Laub aus ner verstaubten Ecke, … einfach rein damit.

Tari liebt die Freiheit und mit 5 auf 9m kommt sie klar. Regelmäßig übt sie Haken schlagen, beschleunigen, springen, … man muss auf den Ernstfall vorbereitet sein ;)

Leider ist unsere Tari am 7.9.11 an einem Darmverschluss gestorben. Es war ein Fellknäuel, der am Darmeingang nicht weiter rutschen konnte. Laut Tierarzt kann man das wohl nicht wirklich vermeiden.

Wir sind geschockt und vermissen sie jetzt schon, sie hat so viel Lebensfreude ausgestrahlt und immer Bewegung in unsere Kaninchengruppe gebracht. Sie hat die Freiheit sehr geliebt. trotz dem großen Platz, den sie bei uns zur Verfügung hatte, wäre sie wohl diejenige gewesen, die, falls sie mal durch den Zaun hätte schlüpfen können, wohl nicht wieder gekommen wäre. Nun darf der Geist unserer wilden Tari, ungehindert von einem Zaun, über Wiesen rennen, über Felder springen und Haken schlagen.

Machs gut, Große!

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1 Kommentar zu „12 Pfoten, 6 Löffel und 3 Klopfer – Unsere Kaninchen“

  1. Silvia sagt:

    Ich wein echt mit ….