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Rückblick 2010 – Limoncello, Mücken, bunte Bilder

Sonntag, 15. Mai 2011

Auch im letzten Jahr gab es ein paar Highlights, die wir euch nicht vorenthalten wollen.

Unser Fangschreckenkrebs hat sich gut eingelebt. Allerdings suchen wir bis heute einen passenden Namen für ihn. Also falls jemand eine Namensidee für ein buntes, mörderisches, intelligentes, jedoch megafaules Tierchen hat, her damit!!!

Im Frühjahr stand der Besuch von Oma Italia auf dem Programm. Wir packten einige Styroporkisten und eine Membranluftpumpe ein und fuhren nach Lucca, Toskana.

Alex Oma wohnt in einem Vorörtchen von Lucca, sehr idyllisch am Hang mit Zitronen- und Olivenbäumen. Zwei Straßen weiter machten auch der Papa von Alex mit Gabi und Freunden Urlaub in einem Ferienhaus, dort stellten wir unseren VW-Bus ab. Der Garten war ein Traum; Zypressen, die Berge im Hintergrund, Zitronenbäume, ein wunderschönder Pavillon und ein typisches Steinhaus. Sooo schön! Das Alfredo kochen kann, wusste ich, aber das er auch noch edle Tröpfchen herstellen kann, hatte ich erst an diesem Abend erleben dürfen. Nach einem leckeren Abendessen gab es Alfredos selber gemachten Limoncello, mmh!

Tags drauf fuhren wir nach Viareggio an einen Sandstrand, leider war es windig und unter Wasser konnte man nichts als Wasser und Sand sehen. Nachmittags besuchten wir Oma Italia (sie heißt wirklich mit Vornamen Italia) und Alex Onkel Dante. In deren Hausflur stand ein 400l Meerwasserbecken mit wenigen Fischen aber ungefähr 15 (!!) Quadricolor-Anemonen. Gerne hätten wir eine mitgenommen, doch den weiteren Trip hätte sie wohl nicht überlebt.

Nachdem wir uns den schiefen Turm von Pisa und die Stadt selbst angeschaut hatten ging es für uns die Küste zurück nach Norden, um dort nach Tierchen für unsere Meerwasserbecken zu suchen. Kurz vor dem Nationalpark Quinque Terre fanden wir einen Strandabschnitt, bei dem wir einiges Getier vermuteten. Wir hatten Recht und sammelten Schleimfische, Garnelen und Erdbeerrosen ein.

Im Sommer waren wir mit unserem VW-Bus in Richtung Triest unterwegs. Gefahren sind wir bis kurz nach Slowenien, dort haben wir auch die erste Nacht verbracht. Direkt am Wasser, mit französischen Nachbarn (hab´ gleich mal meine mühevoll gelernten Schulvokabeln ausgepackt ;)  ) und ner total süüüüßen Babykatze, die immer brav die Krümel aufgesammelt hatte. Gesprächsthema Nummer 1 mit unseren Nachbarn war definitiv die fiese “moustique” oder ganz schlicht “Mücken-Mistviehcher”. Wir tauschten uns rege mit den Beiden aus, Resultat: Autan sollte man mitnehmen oder besser gleich das Weite suchen.

Das taten wir auch gleich am nächsten Tag. Wir fuhren die Küste zurück an einen Strand mit schattigem Parkplatz. Da wir, wie fast immer im Urlaub, nach Mitbringseln tierischer Gestalt Ausschau halten, war nun Schnorcheln angesagt. Der Platz war ideal, viele Steine und flach abfallender Grund. Es gab einiges zu sehen; Schleimfische, Grundeln, Seesterne, Seeigel, Krabben von 0,5 cm bis 30 cm. Unsere Lieblingsmitbringsel, die Erdbeerrosen, konnten wir leider nicht entdecken. Übernachtet habe wir in der Nähe von Muggia auf einem Wohnmobilparkplatz direkt am Wasser. Ein laues Lüftchen wehte den ganzen Abend und keine einzige Mücke weit und breit, wie entspannend!

Am nächsten Tag setzte ich meinen Schnorchelmarathon von 5 Stunden fort, während Alex die Sonne genoss. In weiteren 6 Stunden Schnorchelei durfte ich bei einem tollen Schauspiel zusehen. Ich war gerade aufgetaucht, als ich im Augenwinkel etwas auf der Wasseroberfläche schwimmen sah. Danach flog ein Vogel über mich hinweg. Ich war mir doch ziemlich sicher, dass dieser Vogel aus dem Wasser kam. Ich machte mir so meine Gedanken und tauchte wieder ab. Kurze Zeit später, ich war gerade wieder auf 5 m, schoss ein Schwarm kleiner Fische an mir vorbei, dicht gefolgt von – einem Vogel!!! Ja, ja, ich hab auch erst blöd geguckt, doch das ist wohl gar nicht so ungewöhnlich. Ungewöhnlich ist es aber, das Ganze unter Wasser beobachtet zu haben. Ein zweites Mal traf ich diesen Vogel auf ca. 7m. Dieses Mal kamen Fischschwarm und Vogel unter mir durch geschwommen, natürlich war ich mit meinem Foto jedesmal zu langsam.

Am Abend steuerten wir erneut hoffnungsvoll den Übernachtungsplatz vom Vortag an. Ungeschützt stiegen wir aus dem Auto, ich noch im Bikini und mit voller Lust, nochmal ins Wasser zu hüpfen und – Pieks – wars geschehen. Die sch… Mücken hatten ihren Luftraum zurück erobert, der Wind hatte sie wohl davon abgehalten, am Vortag in die Luft zu gehen und uns zu nerven.

Wir waren kurz davor, Heim zu fahren, es sollte eh die letzte Nacht sein, doch an dieser Stelle hatten wir doch tatsächlich unsere Erdbeerrosen in Massen entdeckt. So fuhren wir ein Stück weg vom Wasser auf einen Baumarktparkplatz und nächtigten dort.

An unserem Abreisetag fuhren wir zu unserer Erdbeerrosensammelstelle und schlugen mit Hammer und Schraubenzieher die Röschen einschließlich Stein vom Fels. Dies ist die schonenste Art, diese Anemonenart ins Becken zu bekommen. Am Vormittag traten wir mit unseren Styroporkisten und einigem Getier die Heimreise an.